Warum die neuen Standards relevant sind
Die wichtigsten Neuerungen der GIAS im Überblick
Schutz sensibler Informationen
Der Standard 5.2 fordert die Berücksichtigung detaillierter Anforderungen an den Schutz von Informationen. Die Interne Revision muss sicherstellen, dass vertrauliche Daten während des gesamten Prozesses vor unbefugtem Zugriff geschützt sind.
Intensiver Austausch mit der Unternehmensleitung
Die Standards 6.1 bis 8.4 definieren klare Bedingungen für den Austausch zwischen dem Chief Audit Executive (CAE) und der Unternehmensleitung. Dieser Dialog ist entscheidend, um die Interne Revision eng mit den übergeordneten Unternehmenszielen zu verzahnen – ein Schritt, der in der Praxis bisher oft vernachlässigt wurde.
Einführung einer Internal Audit-Strategie
Standard 9.2 fordert die Entwicklung einer eigenständigen Strategie für die Interne Revision, die sich an der Unternehmensstrategie orientiert. So wird sichergestellt, dass Prüfungs- und Beratungsleistungen nicht isoliert erfolgen, sondern direkt zur Erreichung der Unternehmensziele beitragen.
Fundament des Revisionsplans
Nach Standard 9.4 muss der Revisionsplan künftig auf den Einschätzungen der Geschäftsleitung basieren und die Organisationsziele aktiv unterstützen. Prüfungsprojekte werden damit nicht nur risikobasiert, sondern auch strategisch ausgerichtet.
Detaillierte Kommunikation von Ergebnissen
Der Standard 11.3 legt detaillierte Vorgaben zur Kommunikation von Feststellungen fest. Neben den Ergebnissen müssen auch Ursachen und Auswirkungen für die geprüften Einheiten klar dargestellt werden.
Erweiterte Qualitätsanforderungen
Der Standard 12.1 sieht umfangreichere Vorgaben zur Performance-Messung der Internen Revisionsfunktion vor. Dazu gehören interne Bewertungen, externe Reviews und kontinuierliche Verbesserungsmaßnahmen.
Integration von Data Analytics
Der Standard 14.2 fordert die Berücksichtigung von Data Analytics und IT-Tools bei der Erstellung von Arbeitspapieren und der Analyse von Prüfungsergebnissen.
Priorisierung von Feststellungen
Der Standard 14.5 verlangt die Erstellung konkreter Ratings zu einzelnen Feststellungen sowie die Angabe von Prioritäten für die Nachschau. Dies erhöht die Transparenz und Nachverfolgbarkeit.
„Topical Requirements“ für Schlüsselrisiken
Das IIA hat Risikobereiche definiert, die besondere Aufmerksamkeit verdienen, darunter Nachhaltigkeit (ESG), Cybersecurity, Fraud Risk Management und Third Party Management. Für diese Themen gelten spezielle Prüfungsanforderungen. Damit wird die Interne Revision gezielt auf die größten Herausforderungen der heutigen Unternehmenswelt ausgerichtet.
Strukturelle und inhaltliche Änderungen der GIAS
Entwicklung einer Revisionsstrategie gemäß GIAS
Strukturiertes Vorgehen für die Strategieentwicklung
-
Analyse von Governance-, Risikomanagement- und Kontrollprozessen
Grundlage für die Strategie ist ein tiefes Verständnis der bestehenden Strukturen. Governance, Risikomanagement und interne Kontrollsysteme müssen analysiert werden, um die Ausgangslage der Organisation und die Erwartungen der Stakeholder zu erfassen. -
Entwicklung einer Vision
Die Interne Revision benötigt ein klares Zielbild: Wo soll die Funktion in den nächsten drei bis fünf Jahren stehen? Die Vision definiert die Rolle der Internen Revision im Unternehmen und gibt Orientierung für die strategische Ausrichtung. -
SWOT- oder Gap-Analyse
Um die strategische Richtung festzulegen, ist eine Analyse der aktuellen Situation unerlässlich. Dazu gibt es zwei Optionen:- SWOT-Analyse: Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der Internen Revision werden identifiziert.
- Gap-Analyse: Abweichungen zwischen Ist- und Soll-Zustand werden sichtbar gemacht.
Kernaspekte einer Revisionsstrategie
- Vision der Internen Revision
- Rahmenbedingungen und Umfeldanalyse
- Strategische Ziele und unterstützende Initiativen
- Maßnahmen zur Umsetzung der strategischen Ziele
- Governance und Qualitätsmanagement
- Ressourcenplanung
- Leistungsmessung und Überprüfung der Strategie
Von der Strategie zum Revisionsplan
- Methoden zur Umsetzung der Strategie und relevanter Standards
- Erstellung eines Revisionsplans auf Basis der Unternehmensstrategie, Ziele und Risiken
- Management von personellen, finanziellen und technologischen Ressourcen
Weitere Herausforderungen und neue Anforderungen
- Regelmäßige Überprüfung des Mandats der Internen Revision
- Enge Kommunikation mit dem Aufsichtsorgan
- Einführung eines umfassenden Qualitäts- und Leistungsmanagements
- Bewertung technologischer Ressourcen und Tools
- Erweiterte Anforderungen an externe Qualitätsbewertungen
- Prüfberichte mit Gesamturteil und priorisierten Feststellungen
Fazit: Mehr als Compliance – ein Impuls für Transformation
Kontaktieren Sie uns – wir unterstützen Sie bei der Analyse, Entwicklung und Umsetzung einer Strategie, die den Anforderungen entspricht und echten Mehrwert schafft.
